Aktuelle Berichte

Immer wieder Ärger und Ungewissheiten im Zusammenhang mit Kostenvoranschlägen

Was man über Kostenvoranschläge wissen sollte!

Autor: Rechtsanwalt Thomas Schmitt, Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht, Schlichter nach SOBAu, JuS Rechtsanwälte Schloms und Partner, Augsburg, www.jus-kanzlei.de

I.d.R. fragen Kunden heutzutage zunächst „nach dem Preis“ (jur.: dem Werklohn), bevor der Handwerker ans Werk gehen darf. Der Kunde holt vorab von verschiedenen Handwerkern „Angebote“ bzw. „Kostenvoranschläge“ ein und entscheidet dann nach Qualität und Höhe des Angebots bzw. des Kostenvoranschlags, wer den Zuschlag erhält.

Angebot oder Kostenvoranschlag? Bindungswirkung?

Hierbei muss in rechtlicher Hinsicht allerdings beachtet werden, dass zwischen den in der Praxis verwendeten Begrifflichkeiten eines „Angebots“ und einem „Kostenvoranschlag“ wesentliche Unterschiede bestehen. Der maßgebliche Unterschied besteht dabei in der sog. Bindungswirkung der mit dem Angebot bzw. dem Kostenvoranschlag seitens des Unternehmers getroffenen Aussage.

Rechtlich sind für den Handwerker nur echte Angebote betreffend dem mitgeteilten Umfang der Leistung und der Höhe des Preises bindend. Kostenvoranschläge stellen demgegenüber keine verbindliche Kostengarantien des Handwerkers dar, was bedeutet, dass der Handwerker grds. nicht an den Kostenvoranschlag gebunden ist und auch nicht verpflichtet ist, die Leistung insgesamt zu dem veranschlagten Preis durchzuführen. Zu beachten ist aber im Zusammenhang, dass der Bauherr bei einer wesentlichen Überschreitung des Kostenanschlags dem Handwerker den Auftrag entziehen („kündigen“) kann (zu den Folgen, s. weiter unten).

Was ist zu tun, wenn die Leistungen ersichtlich wesentlich teurer werden als der Kostenvoranschlag vorgibt? Was sind die Folgen einer wesentlichen Kostenüberschreitung?

Mehr in der neuen Ausgabe des St. Lukas Nr. 29

Suchen